1772 wurde, als Ergebnis der ersten polnischen Teilung, das ganze Gebiet "Königliches-Preußen" von Preußen annektiert und in Westpreußen umbenannt. 1815 wurde das Ermland/Warmia (auf der Karte gelb-grau) in die Provinz Ostpreußen eingemeindet. während das Gebiet um Marienwerder/Kwidzyn herum (auf der Karte grün), welches vorher zum Kurfürstlichen Preußen gehörte nun zu Westpreußen geschlagen. Am Anfang des 20.Jh. machten die deutsch sprechenden Einwohner ungefähr 50% der Gesamtbevölkerung des Gebiets aus. Die andere Hälfte bestand vorwiegend aus Polen und Kaschuben.
Nach dem 1.Weltkrieg wurde der größte Teil Westpreußens Teil des unabhängen Polens. Die Stadt Danzig/Gdansk mit ein paar sie umgebenden Gemeinden wurde zur Freien Stadt Danzig (auf der Karte gelb) - also von Deutschland und Polen unabhängig. Die westlichsten Kreise verblieben bei Deutschland als Teil einer neuen Provinz: Grenzmark Posen-Westpreußen (auf der Karte braun). Die Gebiete des früheren Westpreußens, die östlich der Weichsel lagen (auf der Karte grün und rosa), verblieben ebenfalls bei Deutschland und wurden Ostpreußen eingemeindet.
Nach dem 2.Weltkrieg wurden alle Teile des früheren Westpreußens von Polen übernommen. Die deutschen Einwohner flohen oder wurden vertrieben. In den Gebieten wurden dann polnische Flüchtlinge und Vertriebene aus den früher polnischen Teilen Weißrusslands, Litauens und der Ukraine angesiedelt.
Die Karte unten zeigt das Gebiet Westpreußens am Anfang des 20.Jh. Die farbig angelegten Regionen werden oben erklärt. Die rosa Linie ist die Nachkriegsgrenze zwischen Polen (dem südlichen Teil Ostpreußens) und Russland (dem nördlichen Teil Ostpreußens). Es wurden sowohl die deutschen wie die polnischen Namen der Städte eingesetzt.
